14.8.2011 Hokkaido

Posted by on 14 August 2011

Auf den ersten 10km bemerkte ich viele Reisfelder. Mir war nicht bewusst, dass auch im nördlichen Hokkaido Reis angepflanzt wird (Bild 2 und 3, Bauern beim spritzen der Reisfelder). Während dem Gehen dachte ich, der Start für die dritte Woche scheint gelungen. Doch die Lage veränderte sich wortwörtlich vom Weiss ins Grau. Denn gegen Mittag fing es an zu regnen, obwohl der Regen für später vorausgesagt wurde. Dazu fand ich in den kleinen Strassendörfern keine Unterkunft und musste bis nach Hekisui 34km zurücklegen. Ich ging ohne längere Pause konzentriert mit zügigem Schritt in Richtung Hekisui.

Im letzten Viertel wurde ich überrascht! Eine Frau die mich am Morgen in Rumoi bemerkte und mich später nach ca. 25km wieder an ihrem Haus vorbeigehen sah (in der Zwischenzeit kam sie mit dem Auto von Rumoi nach Hause) rannte mir nach und stand plötzlich mit einem Beutel in der Hand, schnaufend vor mir. Von meinem Tagtraum aufgeweckt, dachte ich, was ist denn jetzt los? Bevor ich sie fragen konnte, umhüllten mich ihre netten Worte, “hier bitte, sie sind weit gegangen, ich habe sie am Morgen in Rumoi gesehen”. Ich war überwältigt! Wo gibt es denn so was, dachte ich, bedankte mich in tiefer Verneigung und gab ihr dazu noch meine Visitenkarte. Später setzte ein starkes Gewitter ein. Mein Gedanke im Zelt zu übernachten musste ich definitiv vergessen. Doch wegen des Obon, waren alle umliegenden Unterkünfte ausgebucht! Wie weiter, dachte ich…….. Es regnete in Strömen. Ich hatte wieder Glück, Herr Fujita, den ich nach einer weiteren Möglichkeit fragte, telefoniert herum und fand für mich noch ein Minshuku, wo er mich sogar noch hinbrachte.

Hontou ni arigatou gozaimasu, wirklich vielen herzlichen Dank!

Informationen zum heutigen Tag:
Wetter: Regen, 26 Grad Celsius
Strecke: von Rumoi nach Hekisui                                                                                                        Übernachtung: Minshuku
Positiv: nette Hilfe erhalten
Negativ: nichts

Mein Tagesspruch:
Auch kleine Steine können verletzen, wenn man sie nicht aus dem Weg räumt.

Thomas Köhler